Sonntag, 10. Januar 2016
baby1404, 18:41h
Hey ihr Lieben!
Ich würde von euch echt gern ein paar Vorschläge haben über was ich schreiben und mich schlau machen soll. Also natürlich alles über die katholische Kirche.Außerdem würde es mich interessieren wie ihr zum Zölibat und vor allem aber zum Glauben steht :) Ich würde mich auf antworten freuen. Eure Baby1404 :)
Ich würde von euch echt gern ein paar Vorschläge haben über was ich schreiben und mich schlau machen soll. Also natürlich alles über die katholische Kirche.Außerdem würde es mich interessieren wie ihr zum Zölibat und vor allem aber zum Glauben steht :) Ich würde mich auf antworten freuen. Eure Baby1404 :)
... comment
mark793,
Sonntag, 10. Januar 2016, 6:56 PM
Hallo, ich bin vor einigen Jahren endlich ausgetreten aus dem Verein. Hatte zwar schon jahrzehntelang damit abgeschlossen, aber bis zu einem bestimmten Vorfall in meiner Heimatgemeinde hatte ich es immer vor mir hergeschoben, meine Distanz zu dem Laden auch formal/steuerlich wirksam werden zu lassen. Und um es gleich zu sagen: Ums Geld ging es mir dabei eher weniger.
Ich habe mich eigentlich Zeit Lebens mit religiösen Fragen befasst, ich fand es immer faszinierend, der Frage nachzugehen, wie es denn kommt, dass die einen dieses glauben und die anderen jenes. Ob es denn vielleicht eine gemeinsame Schnittmenge oder gar eine Ur-Religion gibt, aus der sich alle bekannten Kulte und Glaubensrichtungen entwickelt haben. Das ist zwar eine Reise, bei der man nie am Ziel ankommt, aber ich habe im Zuge dieses Interesses genug über die Entstehungsgeschichte des Christentums gelernt, um für mich zu dem Schluss zu kommen, dass das, was da heute darunter verstanden wird, bestimmt nicht das ist, was Jesus Christus (so er denn gelebt hat) ursprünglich vorschwebte.
NIchtsdesto trotz kann man von ihm viel lernen, und selbst die Kirche mit all ihren Irrtümern und Verdrehungen hat es nicht geschafft, die eigentliche Botschaft komplett zu unterdrücken.
Ich habe mich eigentlich Zeit Lebens mit religiösen Fragen befasst, ich fand es immer faszinierend, der Frage nachzugehen, wie es denn kommt, dass die einen dieses glauben und die anderen jenes. Ob es denn vielleicht eine gemeinsame Schnittmenge oder gar eine Ur-Religion gibt, aus der sich alle bekannten Kulte und Glaubensrichtungen entwickelt haben. Das ist zwar eine Reise, bei der man nie am Ziel ankommt, aber ich habe im Zuge dieses Interesses genug über die Entstehungsgeschichte des Christentums gelernt, um für mich zu dem Schluss zu kommen, dass das, was da heute darunter verstanden wird, bestimmt nicht das ist, was Jesus Christus (so er denn gelebt hat) ursprünglich vorschwebte.
NIchtsdesto trotz kann man von ihm viel lernen, und selbst die Kirche mit all ihren Irrtümern und Verdrehungen hat es nicht geschafft, die eigentliche Botschaft komplett zu unterdrücken.
... link
baby1404,
Montag, 11. Januar 2016, 7:57 AM
Da geb ich dir völlig recht, dass heute wahrscheinlich die Botschaft nicht so vermittelt wird wie es sein sollte. Und dazu gehört irgendwie der Zölibat... ich finde dass das der absolute Schwachsinn ist. Weil warum sollten katholische Priester auf genau das verzichten was vielleicht bei manchen der Sinn des Lebens ist... eine Familie... ich kenn ein paar Pfarrer... der eine sag ich immer ist in den Beruf geboren worden... bei dem kann ich mir gut vorstellen dass er für seinen Beruf lebt und gut auf Familie verzichten kann... aber dann kenn ich noch einen und bei dem ist alles anders... wie er mit Kindern umgeht und dann manchmal so bedrückt ist... ich glaube das Zölibat macht ihn fertig, denn man sieht ihm an wie sehr er Kinder liebt...
... link
mark793,
Dienstag, 12. Januar 2016, 7:19 PM
Aus der Bibel geht jedenfalls nicht zwingend hervor, dass Priester ehelos leben müssen, bei den Orthodoxen, Protestanten und Altkatholen ist das daher auch kein Thema.
Wie gesagt, wenn man sich mal detaillierter damit befasst, wie das zustandekam, was man heutzutage katholisch nennt, kannman als denkender Mensch kaum zu anderen Schlüssen kommen, als dass das nicht das sein kann, was es mal werden sollte.
Es ist nicht mal sicher, das Jesus sich für den personifizierten Sohn Gottes gehalten hat, er selber sprach von sich als dem Menschensohn und dass wir alle Kinder Gottes sind. Diese ganze Dreifaltigkeitsgedöns ist erst Jahrhunderte nach seinem Tod als zentrales Dogma festgelegt worden, vorher hatten da durchaus noch ganz andere Vorstellungen parallel existiert, die dann zur Ketzerei deklariert wurden, nachdem der römische Kaiser Konstantin das Christentum zur Staatsreligion gemacht hatte.
Oder nehmen wir Weihnachten. Jeder weiß, dass Jesus nicht am 25.12. geboren wurde und das Datum nur gewählt wurde, weil die Heiden an dem Tag das Fest Sonnengottes Sol Invictus feierten. Die Alten hatten beobachtet, dass die Sonne um den 21. oder 22.12. (also zur Wintersonnenwende) am tiefsten Punkt ist und nicht weiter nach Süden wandert. Stattdessen scheint sie für drei Tage stillzustehen, bevor am 25. die Tage beginnen, wieder länger zu werden. Das ist auch schon das ganze Geheimnis hinter "Er ist gestorben und am dritten Tage wieder auferstanden" - Das war nicht Jesus, sondern wie gesagt Sol Invictus. Irgendwie spielte astrologisch gesehen da auch noch das Sternzeichen Jungfrau mit hinein, und so musste Jesus (wie zuvor auch schon Krishna und diverse andere heidnische Gottheiten) unbedingt von einer Jungfrau geboren werden. Der zeitgleich in Rom verehrte persische Erlösergott Mithras wurde übrigens auch "Lamm Gottes" genannt, und zwölf Jünger hatten auch verschiedene andere antike Gottheiten.
Will sagen: Als auf dem Konzil zu Nicäa um Dreihundertirgendwas nach Christus die Kirchenlehrer und der römische Kaiser dekretierten, wie der christliche Glaube künftig genau auszusehen hat, bedienten sie sich so ziemlich jeder bereits vorhanden antiken Mythologie und stülpten sie dem guten Jesus über, der sich nach all der Zeit natürlich nicht dagegen wehren konnte, so vereinnahmt zu werden. Der Papst hat nicht nur formal den Titel Pontifex Maximus von den römischen heidnischen Oberpriestern geerbt, auch viel von dem Ritual und Brimborium der alten Römer lebt im Katholizismus fort.
Es bleibt natürlich jedem überlassen, auch trotz all dem, was man darüber mittlerweile wissen kann, immer noch zu glauben, dass das alles schon seine Richtigkeit haben wird, wie es Päpste und Pfarrer von der Kanzel predigen. Aber mir ist es nicht gelungen, bei der Stange zu bleiben und jeden Sonntag mit den blökenden Schafen, die nichts hinterfragen, in den Gottesdienst zu dackeln und fromme Lieder zu singen.
Die Firmung habe ich nochüber mich ergehen lassen, weil meine Eltern damals noch sehr religiös waren und die Krise gekriegt hätten, wenn ich das verweigert hätte. Aber das hat den Bruch nur hinausgezögert, aber nicht verhindert.
Wie gesagt, wenn man sich mal detaillierter damit befasst, wie das zustandekam, was man heutzutage katholisch nennt, kannman als denkender Mensch kaum zu anderen Schlüssen kommen, als dass das nicht das sein kann, was es mal werden sollte.
Es ist nicht mal sicher, das Jesus sich für den personifizierten Sohn Gottes gehalten hat, er selber sprach von sich als dem Menschensohn und dass wir alle Kinder Gottes sind. Diese ganze Dreifaltigkeitsgedöns ist erst Jahrhunderte nach seinem Tod als zentrales Dogma festgelegt worden, vorher hatten da durchaus noch ganz andere Vorstellungen parallel existiert, die dann zur Ketzerei deklariert wurden, nachdem der römische Kaiser Konstantin das Christentum zur Staatsreligion gemacht hatte.
Oder nehmen wir Weihnachten. Jeder weiß, dass Jesus nicht am 25.12. geboren wurde und das Datum nur gewählt wurde, weil die Heiden an dem Tag das Fest Sonnengottes Sol Invictus feierten. Die Alten hatten beobachtet, dass die Sonne um den 21. oder 22.12. (also zur Wintersonnenwende) am tiefsten Punkt ist und nicht weiter nach Süden wandert. Stattdessen scheint sie für drei Tage stillzustehen, bevor am 25. die Tage beginnen, wieder länger zu werden. Das ist auch schon das ganze Geheimnis hinter "Er ist gestorben und am dritten Tage wieder auferstanden" - Das war nicht Jesus, sondern wie gesagt Sol Invictus. Irgendwie spielte astrologisch gesehen da auch noch das Sternzeichen Jungfrau mit hinein, und so musste Jesus (wie zuvor auch schon Krishna und diverse andere heidnische Gottheiten) unbedingt von einer Jungfrau geboren werden. Der zeitgleich in Rom verehrte persische Erlösergott Mithras wurde übrigens auch "Lamm Gottes" genannt, und zwölf Jünger hatten auch verschiedene andere antike Gottheiten.
Will sagen: Als auf dem Konzil zu Nicäa um Dreihundertirgendwas nach Christus die Kirchenlehrer und der römische Kaiser dekretierten, wie der christliche Glaube künftig genau auszusehen hat, bedienten sie sich so ziemlich jeder bereits vorhanden antiken Mythologie und stülpten sie dem guten Jesus über, der sich nach all der Zeit natürlich nicht dagegen wehren konnte, so vereinnahmt zu werden. Der Papst hat nicht nur formal den Titel Pontifex Maximus von den römischen heidnischen Oberpriestern geerbt, auch viel von dem Ritual und Brimborium der alten Römer lebt im Katholizismus fort.
Es bleibt natürlich jedem überlassen, auch trotz all dem, was man darüber mittlerweile wissen kann, immer noch zu glauben, dass das alles schon seine Richtigkeit haben wird, wie es Päpste und Pfarrer von der Kanzel predigen. Aber mir ist es nicht gelungen, bei der Stange zu bleiben und jeden Sonntag mit den blökenden Schafen, die nichts hinterfragen, in den Gottesdienst zu dackeln und fromme Lieder zu singen.
Die Firmung habe ich nochüber mich ergehen lassen, weil meine Eltern damals noch sehr religiös waren und die Krise gekriegt hätten, wenn ich das verweigert hätte. Aber das hat den Bruch nur hinausgezögert, aber nicht verhindert.
... link
... comment